Verlagsbuchhandlung "Der Christliche Osten GmbH"

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her gegeben, die für meinen weiteren Lebensweg entscheidend waren. Ich denke da an mein erstes eigenes Buch über die Försterei. Es hatte in mir, dem Neunjährigen, den heftigen Wunsch geweckt, Förster zu werden. Mit vierzehn gab mir ein Augustinerpater meiner Heimatpfarrei die „Confessiones“ des heiligen Augustinus in die Hand. Sie ließen in mir den Wunsch aufkommen, Augustiner zu werden. Ich bin es tatsächlich geworden. Im Studium geriet ich an das Buch von Teilhard de Chardin „Die Schau in die Vergangenheit“. Es eröffnete mir eine neue, befreiende Sicht auf die Geschichte der Evolution in Harmonie mit den Lehren des Christentums.

Und jetzt, in meinen fortgeschrittenen Jahren, fasziniert mich ein Werk, das zu den bedeutendsten der christlichen Literatur gehört: die Philokalie. Es handelt sich dabei um eine Auswahl aus Schriften griechischer Asketen, Mönche und Kirchenväter, die alle das geistliche Leben von Mönchen, Nonnen, aber auch von einfachen Alltagschristen betreffen. Bekannte und unbekannte „heilige Väter der Nüchternheit“ vom 4. bis zum 14. Jahrhundert werden in diesem fünfbändigen Werk vorgestellt. Es ist erstaunlich, mit wie viel Menschenkenntnis und psychologischer Einfühlsamkeit diese Meister des geistlichen Lebens den Weg zur Heiligung und zur Vollkommenheit zeigen.

1782 stellte in Venedig der griechische orthodoxe Bischof Makarios von Korinth diese Blütenlese aus bis dahin unzugänglichen Manuskripten zusammen. Der Athosmönch Nikodemos Hagioreites bereitete das gesammelte Material zum Druck vor, so dass diese Anthologie unter dem Namen „Philokalia“ erstmalig gedruckt werden konnte. Seitdem trat die Philokalie einen Siegeszug durch die ganze orthodoxe Kirche an. Sie wurde in fast alle Sprachen der orthodoxen Länder übersetzt. Aber auch im Westen wurde man bald auf diese Perle asketisch-mystischer Literatur aufmerksam. Es folgten Übersetzungen in die wichtigsten westlichen Sprachen. Unerfindlicherweise beschränkte man sich im deutschen Sprachraum auf einen schmalen Auszug in einem Band. Immer wieder wurde unser Verlag gefragt, wo es denn die vollständige Philokalie gebe. Jetzt endlich können wir diese Frage beantworten: Es gibt sie seit dem 14. Juni 2004 in unserem Verlag „Der Christliche Osten“ in Würzburg. Die Übersetzung der 2400 Seiten aus dem griechischen Original hat ein Mönch der Kartause Marienau in sieben Jahre erstellt. Das Ergebnis ist eine Übersetzung, die kein noch so tüchtiger Berufsübersetzer hätte derart kongenial erstellen können. Nur ein kontemplativ lebender Mönch, der selber zu leben versucht, was in der Philokalie geschrieben steht, kann so einfühlsam übersetzen. Für einen Kartäuser ist es selbstverständlich, dass er nicht namentlich genannt werden möchte, aber er verriet mir, dass er selbst zu allererst vom Inhalt dieses Werkes profitiert habe. Seit ich mich intensiv mit der Philokalie beschäftige, weiß ich schon jetzt, dass dieses Werk zu den wenigen Büchern gehört, die mein Leben verändern können.

Wenn wir Ihnen bzw. Ihrer Klostergemeinschaft dieses Werk wärmstens empfehlen, dann tun wir es nicht, um damit große Geschäfte zu machen,  denn mit dem Verkauf von seriösen Büchern wird kein Verlag reich. Wir tun es vielmehr, weil wir, um es mit den Worten Seiner Heiligkeit Bartholomaios I., des Patriarchen von Konstantinopel in seinem für die Philokalie verfassten Vorwort zu sagen, der Überzeugung sind, dass „die Ausgabe der Philokalie eine großartige Gabe an die Gläubigen darstellt, die sich nach ihrer Rettung sehnen“.

In diesem Sinne hoffen wir, dass Sie von der einmaligen Möglichkeit des Erwerbs der fünfbändigen Philokalie Gebrauch machen. Wir sind sicher, dass Sie daraus auch einen großen spirituellen Gewinn haben werden.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr

P. Dr. Gregor Hohmann OSA

Philokalie der heiligen Väter der Nüchternheit, fünf Bände, 2400 Seiten, 1. Auflage 2004, Verlag Der Christliche Osten, Würzburg, ISBN 3-927894-37-0, 250,00 Euro.